Spaghetti Bolognese Original Rezept
Vorbereitungszeit: 20 Minuten | Kochzeit: 90 Minuten | Portionen: 4–6
Einleitung
Eine richtige Bolognese braucht Zeit, aber keine komplizierten Zutaten. Das Original aus Bologna ist keine schnelle Tomatensoße mit Hackfleisch, sondern eine langsam geschmorte Fleischsoße, in der Tomaten nur eine Nebenrolle spielen. Soffritto aus Zwiebel, Karotte und Sellerie, Rinderhack, ein Schuss Rotwein, Milch für die Zartheit und Tomaten nur so viel, dass die Soße Farbe bekommt. Wer ihr anderthalb Stunden gibt, wird mit einer Soße belohnt, die man so in keinem Fertigglas findet — und die zu Spaghetti genauso gut passt wie zu Tagliatelle.
Zutaten
- 500 g Rinderhackfleisch
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 1 Karotte, fein gewürfelt
- 1 Stange Sellerie, fein gewürfelt
- 2 EL Olivenöl
- 100 ml Rotwein (alternativ Rinderbrühe)
- 400 g stückige Tomaten
- 100 ml Milch
- 1 EL Tomatenmark
- 1 Lorbeerblatt
- Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- 500 g Spaghetti
- Parmesan zum Servieren
Zubereitung
- Soffritto anschwitzen: Olivenöl in einem schweren Topf erhitzen. Zwiebel, Karotte und Sellerie bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten glasig dünsten, ohne sie braun werden zu lassen.
- Hackfleisch anbraten: Das Hackfleisch dazugeben, mit einem Holzlöffel zerdrücken und bei hoher Hitze anbraten, bis es keine rosa Stellen mehr hat und leicht bräunt.
- Ablöschen: Mit Rotwein ablöschen und 2–3 Minuten einkochen lassen, bis der Alkoholgeruch verflogen ist.
- Tomaten und Milch dazugeben: Tomatenmark unterrühren, stückige Tomaten und Milch dazugeben, Lorbeerblatt hineinlegen und mit Salz und Pfeffer würzen.
- Langsam schmoren: Die Soße aufkochen, dann bei kleiner Hitze mit leicht geöffnetem Deckel 60–90 Minuten leise köcheln lassen. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf einen Schuss Wasser dazugeben, damit nichts anbrennt.
- Spaghetti kochen: Kurz vor Ende der Schmorzeit die Spaghetti in Salzwasser al dente kochen. Eine Tasse Nudelwasser aufheben, dann abgießen.
- Servieren: Die Spaghetti direkt in die Soße geben oder die Soße über die Nudeln löffeln. Mit Parmesan servieren.
Tipps von Lena
- Zeit ist die wichtigste Zutat: Unter einer Stunde schmeckt die Bolognese noch nach Tomatensoße. Erst nach 60–90 Minuten wird sie rund, dunkel und fleischig.
- Milch nicht weglassen: Sie klingt ungewöhnlich, macht das Fleisch aber zart und mildert die Säure der Tomaten. Man schmeckt sie am Ende nicht heraus.
- Hackfleisch richtig anbraten: Wenn du das Hack nur dünstest, bleibt es grau und wässrig. Hohe Hitze und genug Platz im Topf sorgen für Röstaromen.
- Reste sind ein Geschenk: Bolognese schmeckt am nächsten Tag oft noch besser. Sie lässt sich hervorragend einfrieren und wird dann zum schnellen Abendessen.
Varianten
- Mit Pancetta: 100 g gewürfelten Pancetta mit dem Soffritto anbraten — das gibt der Soße eine zusätzliche, salzige Tiefe.
- Mit Pilzen: Fein gehackte Champignons mit dem Hackfleisch anbraten, das macht die Soße herzhafter und streckt sie, ohne dass es auffällt.
- Als Lasagne: Die gleiche Soße mit Lasagneplatten, Béchamel und Käse schichten — ein ganz anderes Gericht aus derselben Basis.
Aufbewahren
Im Kühlschrank hält sich die Bolognese 3 Tage, im Gefrierschrank bis zu 3 Monate. Am besten portionsweise einfrieren und langsam im Topf mit einem Schuss Wasser wieder aufwärmen.