Italienischer Brotsalat einfach selber machen
Vorbereitungszeit: 20 Minuten | Portionen: 4 als Beilage, 2 als Hauptgericht
Einleitung
Panzanella ist der Beweis dafür, dass man aus Resten etwas Wunderbares machen kann. In der Toskana entstand dieser Salat, weil niemand gutes Brot wegwerfen wollte — und heute ist er ein Klassiker, den ich immer wieder mache, wenn Tomaten richtig reif und aromatisch sind.
Das Prinzip ist einfach: knusprig geröstetes Brot, saftige Tomaten, rote Zwiebeln, Basilikum und ein gutes Olivenöl-Dressing. Nach einer kurzen Ruhezeit saugt das Brot genau so viel Saft auf, dass es weich, aber noch bissfest ist. Perfekt als Beilage zum Grillen oder als leichtes Abendessen mit einem Stück Käse dazu.
Zutaten
- 300 g altbackenes WeiĂźbrot oder Ciabatta, in WĂĽrfel geschnitten
- 600 g reife Tomaten, in StĂĽcke geschnitten
- 1 rote Zwiebel, in feine Ringe geschnitten
- 1 Gurke, geschält und in Scheiben geschnitten
- 1 Handvoll frische Basilikumblätter
- 150 g Mozzarella oder Burrata, zerzupft (optional)
- 6 EL Olivenöl extra vergine
- 2 EL Rotweinessig oder WeiĂźweinessig
- 1 Knoblauchzehe, halbiert
- Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- 1 Prise Zucker
Zubereitung
- Brot rösten: Die Brotwürfel mit 2 EL Olivenöl mischen und in einer Pfanne bei mittlerer Hitze oder im Ofen bei 200 °C etwa 8 bis 10 Minuten goldbraun und knusprig rösten. Zwischendurch wenden, damit nichts anbrennt. Herausnehmen und abkühlen lassen.
- Tomaten vorbereiten: Die Tomatenstücke in eine große Schüssel geben, salzen und mit einer Prise Zucker bestreuen. 10 Minuten stehen lassen, damit sie Saft ziehen — dieser Saft ist später das Herz des Dressings.
- Dressing anrühren: Das restliche Olivenöl, den Essig, Salz und Pfeffer verrühren. Die Schüssel mit der halbierten Knoblauchzehe ausreiben, wenn man eine leichte Knoblauchnote mag, oder den Knoblauch fein hacken und direkt ins Dressing geben.
- Mischen: Zwiebelringe, Gurke und die gerösteten Brotwürfel zu den Tomaten geben. Das Dressing darüber gießen und alles vorsichtig, aber gründlich vermischen.
- Ziehen lassen: Den Salat 15 Minuten bei Raumtemperatur ziehen lassen. Das Brot soll Saft aufnehmen, aber nicht matschig werden. Wer es knuspriger mag, serviert sofort; wer es weicher mag, wartet etwas länger.
- Servieren: Basilikumblätter zerzupfen und unterheben, nach Wunsch Mozzarella oder Burrata darauf verteilen. Mit etwas Olivenöl beträufeln und sofort servieren.
Tipps von Lena
- Brot ist hier die Hauptzutat, nicht die Beilage: Altbackenes Brot funktioniert besser als frisches, weil es mehr Saft aufnimmt, ohne sofort zu zerfallen. Ciabatta und rustikales WeiĂźbrot sind ideal; Toastbrot wird zu schnell weich.
- Tomatenqualität entscheidet alles: Dieser Salat lebt von reifen, aromatischen Tomaten. Im Winter, wenn Tomaten wässrig sind, lohnt er sich weniger — dann lieber eine andere Beilage wählen.
- Nicht zu lange vorbereiten: Panzanella schmeckt frisch am besten. Länger als eine Stunde sollte er nicht stehen, sonst verliert das Brot jeden Biss.
- Zwiebeln milder machen: Wer rohe Zwiebeln zu scharf findet, legt die Ringe 10 Minuten in kaltes Wasser und lässt sie abtropfen — sie werden deutlich milder.
Varianten
- Mit Kapern und Oliven: Eine Handvoll Kapern und schwarze Oliven geben dem Salat eine mediterrane, wĂĽrzige Note.
- Mit Thunfisch: Eine Dose Thunfisch, abgetropft, macht aus der Beilage ein sättigendes Hauptgericht.
- Mit Pfirsich: Im Spätsommer passen auch Pfirsichspalten wunderbar zu Tomaten und Basilikum — süß, saftig und überraschend gut.
Aufbewahren
Panzanella schmeckt am Tag der Zubereitung am besten. Reste halten sich im Kühlschrank einen Tag, das Brot wird dann allerdings weich. Zum Aufwärmen ist der Salat nicht geeignet.