Kartoffelsuppe mit Würstchen – wie bei Oma
Vorbereitungszeit: 20 Minuten | Kochzeit: 35 Minuten | Portionen: 4
Einleitung
Kartoffelsuppe mit Würstchen ist für mich pure Kindheitserinnerung: ein großer Topf auf dem Herd, der Duft von Majoran und Lauch, und dazu frisches Brot zum Eintunken. Sie ist kein schickes Restaurantgericht, sondern ehrliche Hausmannskost — und genau deshalb lieben sie so viele.
Das Schöne an dieser Suppe ist ihre Einfachheit. Kartoffeln, Möhren, Lauch und Sellerie werden weich gekocht, ein Teil wird püriert, damit die Suppe cremig wird, und die Würstchen kommen erst am Ende dazu. So bleibt alles saftig und die Suppe schmeckt rund und sättigend, ohne schwer im Magen zu liegen.
Zutaten
- 800 g Kartoffeln, vorwiegend festkochend, geschält und gewürfelt
- 2 Möhren, in Scheiben geschnitten
- 1 Stange Lauch, in Ringe geschnitten
- 1 Stück Knollensellerie (ca. 150 g), gewürfelt
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 1,2 Liter Gemüse- oder Hühnerbrühe
- 4 Wiener Würstchen oder Bockwürste
- 2 EL Butter oder Öl
- 1 TL Majoran, getrocknet
- 1 Lorbeerblatt
- Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- Frische Petersilie zum Servieren
- Optional: 100 ml Sahne
Zubereitung
- Gemüse andünsten: Butter oder Öl in einem großen Topf erhitzen. Zwiebel, Möhren, Lauch und Sellerie darin 5 Minuten bei mittlerer Hitze andünsten, bis die Zwiebel glasig ist. Das Gemüse soll nicht bräunen, nur weich werden und duften.
- Kartoffeln und Brühe zugeben: Kartoffelwürfel, Majoran und Lorbeerblatt dazugeben, mit Brühe ablöschen und aufkochen. Dann die Hitze reduzieren und 25 Minuten leise köcheln lassen, bis Kartoffeln und Gemüse weich sind.
- Teilweise pürieren: Das Lorbeerblatt entfernen. Etwa ein Drittel der Suppe mit einem Pürierstab oder in einem Standmixer fein pürieren und zurück in den Topf geben. So wird die Suppe cremig, behält aber noch Stücke zum Beißen.
- Würstchen erwärmen: Die Würstchen in Scheiben schneiden oder ganz lassen und in die heiße, nicht mehr kochende Suppe legen. 5 Minuten ziehen lassen, bis sie durchgewärmt sind. Die Suppe sollte jetzt nicht mehr stark kochen, sonst platzen die Würstchen.
- Abschmecken und servieren: Mit Salz und Pfeffer abschmecken, nach Wunsch Sahne unterrühren. In tiefen Tellern servieren und mit Petersilie bestreuen. Dazu passt frisches Bauernbrot oder Brötchen.
Tipps von Lena
- Kartoffelsorte macht den Unterschied: Vorwiegend festkochende Kartoffeln zerfallen nicht komplett und geben der Suppe trotzdem Bindung. Mehlig kochende Kartoffeln machen sie dicker, aber auch breiiger — eine Mischung aus beiden funktioniert ebenfalls gut.
- Majoran nicht vergessen: Majoran ist das Gewürz, das Kartoffelsuppe nach Kartoffelsuppe schmecken lässt. Frischer Majoran geht auch, dann erst am Ende zugeben, damit das Aroma erhalten bleibt.
- Würstchen erst am Ende: Wer die Würstchen von Anfang an mitkocht, bekommt oft aufgeplatzte, wässrige Würstchen. Kurz ziehen lassen reicht völlig aus.
- Am nächsten Tag noch besser: Wie viele Eintöpfe schmeckt diese Suppe aufgewärmt oft noch runder. Einfach langsam erwärmen und bei Bedarf etwas Brühe nachgießen.
Varianten
- Vegetarisch: Die Würstchen weglassen und stattdessen geröstete Kichererbsen oder Räuchertofu-Würfel darüber geben — die Suppe bleibt sättigend.
- Mit Speck: 100 g gewürfelter Speck zu Beginn mit dem Gemüse anbraten, das gibt eine rauchige Tiefe.
- Feiner: Die ganze Suppe pürieren und durch ein Sieb streichen, dann mit Sahne verfeinern — eine elegante Vorspeise für Gäste.
Aufbewahren
Im Kühlschrank hält sich die Suppe 2 bis 3 Tage, im Gefrierfach bis zu 3 Monate. Zum Einfrieren die Würstchen am besten separat aufbewahren und erst beim Servieren zugeben.