Rahmwirsing mit Schupfnudeln
Vorbereitungszeit: 15 Minuten | Kochzeit: 30 Minuten | Portionen: 4
Einleitung
Rahmwirsing mit Schupfnudeln ist für mich ein Gericht, das nach Zuhause schmeckt: weicher, sahniger Wirsing, dazu goldbraun gebratene Schupfnudeln, die außen knusprig und innen weich sind. Es ist kein schnelles Fünf-Minuten-Gericht, aber auch kein Sonntagsprojekt — genau richtig für einen Abend, an dem man sich etwas Zeit fürs Kochen nimmt.
Der Trick liegt in der Reihenfolge: Der Wirsing wird erst sanft gedünstet, dann mit Sahne abgerundet, während die Schupfnudeln separat knusprig gebraten werden. So bleibt beides, was es sein soll.
Zutaten
- 800 g Wirsing, geputzt und in Streifen geschnitten
- 600 g Schupfnudeln, aus dem Kühlregal oder selbst gemacht
- 1 Zwiebel, fein gewürfelt
- 1 Knoblauchzehe, fein gehackt
- 200 ml Sahne
- 100 ml Gemüsebrühe
- 2 EL Butter
- 1 EL Öl
- Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
- 1 Prise Muskatnuss
- 1 TL Zitronensaft
- Frische Petersilie zum Servieren
Zubereitung
- Wirsing vorbereiten: Die äußeren Blätter des Wirsings entfernen, den Strunk herausschneiden und die Blätter in etwa 2 cm breite Streifen schneiden. Gründlich waschen und abtropfen lassen.
- Anbraten: In einem großen Topf oder einer tiefen Pfanne 1 EL Butter erhitzen. Zwiebel und Knoblauch darin glasig dünsten, ohne dass sie braun werden.
- Wirsing dünsten: Die Wirsingstreifen dazugeben, mit Salz würzen und bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten dünsten, bis sie zusammenfallen und weich werden. Gelegentlich umrühren.
- Rahm dazu: Gemüsebrühe und Sahne angießen, mit Pfeffer und Muskatnuss würzen und weitere 10 Minuten bei kleiner Hitze köcheln lassen, bis die Soße leicht eindickt. Zum Schluss mit Zitronensaft abschmecken — er macht den Rahmwirsing frischer, ohne sauer zu schmecken.
- Schupfnudeln braten: Parallel dazu in einer zweiten Pfanne Öl und restliche Butter erhitzen. Die Schupfnudeln darin bei mittlerer bis hoher Hitze 8–10 Minuten goldbraun braten, dabei immer wieder wenden, damit sie rundum knusprig werden.
- Servieren: Rahmwirsing auf Teller geben, Schupfnudeln daneben anrichten und mit Petersilie bestreuen.
Tipps von Lena
- Wirsing nicht zu lange kochen: Er soll weich, aber nicht matschig sein. Lieber etwas früher vom Herd nehmen — in der heißen Soße gart er noch nach.
- Schupfnudeln nicht überfüllen: In der Pfanne brauchen sie Platz, sonst dampfen sie nur und werden nicht knusprig. Bei Bedarf in zwei Portionen braten.
- Sahne nicht kochen lassen: Die Soße sollte nur leicht köcheln. Starkes Kochen kann die Sahne flocken lassen und den Geschmack verändern.
- Reste verwerten: Übrig gebliebener Rahmwirsing schmeckt am nächsten Tag aufgewärmt oft noch besser, weil die Aromen durchgezogen sind.
Varianten
- Mit Speck: 100 g Speckwürfel vor den Zwiebeln knusprig braten — das gibt dem Gericht eine herzhaftere Note.
- Mit Pilzen: 200 g Champignons in Scheiben mit dem Wirsing dünsten, für eine erdigere Variante.
- Vegetarisch und leichter: Die Sahne zur Hälfte durch Milch ersetzen und die Schupfnudeln in etwas weniger Fett braten.
Aufbewahren
Im Kühlschrank, in getrennten Behältern für Wirsing und Schupfnudeln, hält sich das Gericht 2 Tage. Die Schupfnudeln beim Aufwärmen erneut kurz in der Pfanne knusprig braten, statt sie in der Mikrowelle weich werden zu lassen.