Rindfleisch in Meerrettichsoße
Vorbereitungszeit: 20 Minuten | Kochzeit: 2 Stunden | Portionen: 4
Einleitung
Rindfleisch in Meerrettichsoße ist ein klassisches Sonntagsgericht, das Geduld belohnt. Das Fleisch wird langsam in Brühe mit Wurzelgemüse gegart, bis es butterweich ist, und die Soße bekommt ihre Schärfe von frisch geriebenem Meerrettich. Zusammen mit Salzkartoffeln ist das ein Essen, das man nicht nebenbei kocht — sondern bewusst, für einen ruhigen Sonntag.
Wichtig ist, das Fleisch nicht zu heiß zu kochen. Es soll nur leise simmern, dann bleibt es saftig und zart.
Zutaten
Für das Rindfleisch
- 1 kg Rindfleisch, zum Beispiel Tafelspitz
- 2 Möhren, geschält und grob geschnitten
- 1 Stück Sellerie, grob geschnitten
- 1 Zwiebel, halbiert
- 2 Lorbeerblätter
- 5 Pfefferkörner
- 1,5 Liter Wasser oder leichte Rinderbrühe
- Salz nach Geschmack
Für die Meerrettichsoße
- 40 g Butter
- 40 g Mehl
- 500 ml von der Kochbrühe, abgesiebt
- 100 ml Sahne
- 3–4 EL frisch geriebener Meerrettich, nach Geschmack
- 1 TL Zitronensaft
- 1 Prise Zucker
- Salz und weißer Pfeffer nach Geschmack
Als Beilage
- 800 g Kartoffeln, als Salzkartoffeln gekocht
- Frische Petersilie
Zubereitung
- Fleisch ansetzen: Das Rindfleisch in einen großen Topf legen, mit Wasser oder Brühe bedecken und aufkochen. Den entstehenden Schaum mit einer Kelle abschöpfen.
- Gemüse dazu: Möhren, Sellerie, Zwiebel, Lorbeerblätter und Pfefferkörner dazugeben, salzen und bei kleiner Hitze zugedeckt etwa 2 Stunden leise simmern lassen, bis das Fleisch weich ist. Es sollte sich leicht mit einer Gabel einstechen lassen.
- Fleisch ruhen lassen: Das Fleisch aus der Brühe nehmen, in Scheiben schneiden und warm halten. Die Brühe durch ein Sieb gießen und 500 ml für die Soße aufheben.
- Soße zubereiten: Butter in einem Topf schmelzen, Mehl einrühren und 1 Minute anschwitzen, ohne dass es braun wird. Nach und nach die abgesiebte Brühe dazugießen und unter Rühren aufkochen, bis eine glatte Soße entsteht.
- Meerrettich einrühren: Sahne dazugeben, dann den frisch geriebenen Meerrettich unterrühren. Die Soße nicht mehr stark kochen, sonst verliert der Meerrettich seine Schärfe. Mit Zitronensaft, einer Prise Zucker, Salz und weißem Pfeffer abschmecken.
- Servieren: Fleischscheiben auf Teller legen, mit Meerrettichsoße überziehen und mit Salzkartoffeln und Petersilie servieren.
Tipps von Lena
- Frischer Meerrettich lohnt sich: Meerrettich aus dem Glas ist milder und oft schon mit Sahne versetzt. Frisch geriebener Meerrettich ist schärfer und aromatischer — die Menge lieber vorsichtig steigern und zwischendurch probieren.
- Nicht kochen lassen nach dem Meerrettich: Sobald der Meerrettich in der Soße ist, nur noch warm halten. Starkes Kochen nimmt ihm die Schärfe.
- Brühe aufheben: Die restliche Kochbrühe ist eine wunderbare Basis für eine Suppe am nächsten Tag — nicht wegschütten.
- Fleisch gegen die Faser schneiden: So bleiben die Scheiben zart und lassen sich leicht essen.
Varianten
- Mit Preiselbeeren: Ein Löffel Preiselbeeren dazu serviert, ergänzt die Schärfe des Meerrettichs mit einer süß-sauren Note.
- Mit Klößen statt Kartoffeln: Kartoffelklöße statt Salzkartoffeln machen das Gericht noch klassischer.
- Mit Wurzelgemüse als Beilage: Das mitgekochte Gemüse in Scheiben schneiden und als Beilage servieren, statt es nur für die Brühe zu verwenden.
Aufbewahren
Fleisch und Soße getrennt im Kühlschrank aufbewahren, dort halten sie sich 2–3 Tage. Beim Aufwärmen die Soße nur sanft erhitzen und den Meerrettich gegebenenfalls frisch nachrühren.