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Deutsches Gulasch – klassisch & lecker

Published: October 20, 2026

Vorbereitungszeit: 25 Minuten | Portionen: 4–6

Einleitung

Gutes Gulasch braucht vor allem eines: Zeit. Nicht viele Zutaten und keine Tricks, sondern Zwiebeln, Rindfleisch, Paprika und Geduld. Wer das Fleisch erst scharf anbrät und dann langsam schmort, bekommt ein Gericht, das fast von allein zerfällt und eine Sauce hat, die man am liebsten mit Brot aufwischen möchte.

Dieses klassische deutsche Gulasch ist bewusst schlicht gehalten. Keine Sahne, kein Wein in großen Mengen, sondern eine klare, würzige Sauce, die vom Fleisch und den Zwiebeln lebt. Dazu passen Kartoffeln, Nudeln oder Knödel, je nachdem, was die Familie am liebsten mag.

Zutaten

  • 1 kg Rindfleisch zum Schmoren, zum Beispiel aus der Wade, in Würfel von etwa 3 cm geschnitten
  • 4 große Zwiebeln, in Streifen geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, gehackt
  • 2 EL Öl oder Butterschmalz
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 EL Paprikapulver, edelsüß
  • 1 TL Paprikapulver, rosenscharf, optional
  • 1 EL Essig
  • 750 ml Rinderbrühe
  • 2 Lorbeerblätter
  • 1 TL Majoran
  • Salz und schwarzer Pfeffer
  • Frische Petersilie zum Servieren

Zubereitung

  1. Fleisch anbraten: Öl in einem großen Schmortopf stark erhitzen. Das Fleisch in Portionen scharf anbraten, bis es rundum gebräunt ist, und herausnehmen. Nicht zu viel Fleisch auf einmal in den Topf geben, sonst kocht es statt zu braten.
  2. Zwiebeln rösten: Im selben Topf die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 8–10 Minuten rösten, bis sie weich und leicht gebräunt sind. Knoblauch kurz mitrösten, dann Tomatenmark unterrühren und 1 Minute mitrösten.
  3. Paprika und Flüssigkeit: Paprikapulver einrühren und sofort mit Essig und einem Schuss Brühe ablöschen, damit das Paprikapulver nicht verbrennt. Restliche Brühe, Lorbeer und Majoran dazugeben.
  4. Schmoren: Das Fleisch zurück in den Topf geben, aufkochen und dann zugedeckt bei kleiner Hitze etwa 2 Stunden schmoren lassen. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf etwas Brühe nachgießen.
  5. Abschmecken und servieren: Wenn das Fleisch weich ist, Lorbeerblätter entfernen, mit Salz und Pfeffer abschmecken und mit Petersilie bestreut servieren. Dazu Kartoffeln, Nudeln oder Knödel reichen.

Tipps von Lena

  • Fleisch in Portionen braten: Das ist der wichtigste Schritt für Geschmack. Wer alles auf einmal in den Topf wirft, bekommt graues, gekochtes Fleisch statt Röstaromen.
  • Zwiebeln nicht sparen: Vier große Zwiebeln klingen viel, sie zerfallen aber beim Schmoren und machen die Sauce sämig. Sie sind kein Beiwerk, sondern ein Hauptbestandteil.
  • Paprika nicht verbrennen lassen: Paprikapulver wird schnell bitter, wenn es in heißem Fett ohne Flüssigkeit röstet. Deshalb sofort ablöschen, sobald es eingerührt ist.
  • Lieber länger als kürzer schmoren: Wenn das Fleisch noch zäh ist, braucht es einfach mehr Zeit, nicht mehr Hitze. Bei kleiner Hitze wird es butterweich.

Varianten

  • Mit Paprika: 2 rote Paprika in Streifen mit den Zwiebeln rösten, das gibt dem Gulasch mehr Frische und Farbe.
  • Mit Kümmel: 1 TL Kümmel mit dem Paprikapulver einrühren, eine klassische Würzung, die gut zum Rindfleisch passt.
  • Mit Kartoffeln im Topf: In der letzten halben Stunde gewürfelte Kartoffeln dazugeben, dann wird aus dem Gulasch ein vollständiges Eintopfgericht.

Aufbewahren

Im Kühlschrank hält sich Gulasch, abgedeckt, 3 Tage und schmeckt aufgewärmt oft noch besser. Es lässt sich hervorragend einfrieren, bis zu 3 Monate, langsam im Kühlschrank auftauen und bei kleiner Hitze erwärmen.

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