Skip to content

Gulasch nach Hausmannsart – klassisch & deftig

Published: October 15, 2026

Vorbereitungszeit: 25 Minuten | Kochzeit: 2 Stunden | Portionen: 4

Einleitung

Gulasch nach Hausmannsart braucht Zeit, aber keine komplizierten Zutaten: Rindfleisch, Zwiebeln, Paprika und Brühe, langsam geschmort, bis das Fleisch butterweich ist und die Soße dunkel und würzig wird. Das ist kein Schnellgericht, sondern ein Sonntagsgericht — und genau das macht es so gut.

Der wichtigste Schritt ist Geduld. Wer das Gulasch zu heiß und zu kurz kocht, bekommt zähes Fleisch. Wer es langsam schmoren lässt, wird mit einer Soße belohnt, die man am liebsten mit Brot auftunken möchte. Dazu passen Nudeln, Kartoffeln oder Knödel.

Zutaten

  • 800 g Rindfleisch, zum Beispiel aus der Wade oder Schulter, in Würfel geschnitten
  • 3 große Zwiebeln, fein gewürfelt
  • 2 rote Paprika, in Streifen geschnitten
  • 2 Knoblauchzehen, fein gehackt
  • 2 EL Tomatenmark
  • 1 Liter Rinderbrühe
  • 2 EL Öl oder Butterschmalz
  • 2 EL Paprikapulver edelsüß
  • 1 TL Paprikapulver rosenscharf (optional)
  • 1 TL Majoran, getrocknet
  • 1 Lorbeerblatt
  • Salz und schwarzer Pfeffer nach Geschmack
  • 1 EL Essig
  • Frische Petersilie zum Servieren
  • Dazu: Nudeln, Kartoffeln oder Semmelknödel

Zubereitung

  1. Fleisch anbraten: Öl oder Butterschmalz in einem großen Topf oder Bräter erhitzen. Das Rindfleisch portionsweise bei hoher Hitze scharf anbraten, bis es braun ist. Herausnehmen und beiseite stellen. In Portionen braten ist wichtig, sonst kocht das Fleisch nur.
  2. Zwiebeln rösten: Im selben Topf die Zwiebeln bei mittlerer Hitze 10 Minuten goldbraun rösten, dabei immer wieder umrühren. Sie sollen weich und süßlich werden, nicht anbrennen.
  3. Würzen: Paprikapulver, Tomatenmark und Knoblauch dazugeben und 1 Minute mitrösten. Achtung: Paprikapulver verbrennt schnell und wird bitter — deshalb sofort mit etwas Brühe ablöschen.
  4. Schmoren: Fleisch, Paprikastreifen, Lorbeerblatt, Majoran und restliche Brühe dazugeben. Aufkochen, dann zugedeckt bei kleiner Hitze 1,5 bis 2 Stunden schmoren lassen, bis das Fleisch weich ist. Zwischendurch umrühren und bei Bedarf Brühe nachgießen.
  5. Abschmecken und servieren: Lorbeerblatt entfernen, mit Salz, Pfeffer und einem Schuss Essig abschmecken. Der Essig gibt der Soße Frische und rundet den Geschmack ab. Mit Petersilie bestreuen und mit der Beilage servieren.

Tipps von Lena

  • Fleischwahl entscheidet: Gulasch braucht Fleisch mit Bindegewebe, zum Beispiel Wade oder Schulter. Mageres Filet wird beim langen Schmoren trocken — es eignet sich nicht für Gulasch.
  • Zwiebeln sind die Soße: Die vielen Zwiebeln zerfallen beim Schmoren und binden die Soße fast von selbst. Wer die Soße dicker mag, kann am Ende einen Teil des Gulaschs pürieren und zurückgeben.
  • Paprika nicht verbrennen: Paprikapulver in heißem Fett verbrennt in Sekunden. Immer erst die Hitze reduzieren oder sofort ablöschen, sobald das Pulver im Topf ist.
  • Gulasch am nächsten Tag: Gulasch schmeckt aufgewärmt oft noch besser, weil sich die Aromen über Nacht verbinden. Langsam erwärmen und bei Bedarf Brühe zugeben.

Varianten

  • Mit Kartoffeln: Kartoffelwürfel in den letzten 30 Minuten mitgaren, dann braucht man keine separate Beilage.
  • Mit Pilzen: 200 g Champignons in Scheiben in der letzten Stunde mitgaren, das gibt mehr Tiefe.
  • Schärfer: Mehr rosenscharfes Paprikapulver oder eine Chilischote mit den Zwiebeln rösten.

Aufbewahren

Im Kühlschrank hält sich Gulasch 3 bis 4 Tage, im Gefrierfach bis zu 3 Monate. Es lässt sich hervorragend in größeren Mengen vorkochen und portionsweise einfrieren.

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *

Join our community

Subscribe to the newsletter, cancel at anytime.

Join Now
↑